Coronavirus- Was Reisende jetzt wissen sollten

Corona-Krise hat heftige Auswirkungen auf den Tourismus

Berlin- Auswärtige Amt plant jetzt eine Rückholaktion für Urlauber und gibt eine weltweite Reisewarnung heraus. Was bedeutet das für Reisende?

 

Flüge gestrichen, Grenzen dicht: An Flughäfen ist man derzeit oft allein unterwegs.Das Coronavirus bremst das öffentliche Leben in ungekanntem Ausmaß aus, Urlauber haben mitunter Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren.

Was sind die neuesten Entwicklungen weltweit?

Durch die weltweite Reisewarnung soll das gesamte Reiseverhalten der Deutschen zum Stillstand gebracht werden, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. „Das komplette Erliegen der Reiseaktivitäten durch die weltweite Reisewarnung stellt Staat, Wirtschaft und Verbraucher vor weitere Herausforderungen“, erklärt Klaus Müller vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). „Unabhängig von der jeweiligen Rechtslage und egal, ob es um eine Pauschal- oder individuell gebuchte Reise geht, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit zur transparenten und kulanten Umbuchung haben.“ Auch Gutscheine seien eine gute Alternative. „Wenn die Bundesregierung Reiseanbietern Staatshilfen anbietet, muss zu den Bedingungen gehören, dass betroffenen Verbrauchern eine kulante Regelung angeboten wird.“

Wie funktioniert die Rückholaktion des Auswärtigen Amtes?

In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Länder wegen des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Deutsche Reisende sind besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

 

Risikogebiete weltweit

Auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts sind – Stand Mittwochmorgen folgende internationale Regionen als Risikogebiete gelistet:

 

  • Italien
  • Iran
  • in China: Provinz Hubei inklusive der Stadt Wuhan
  • in Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • in Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne)
  • in Österreich: Bundesland Tirol
  • In Spanien: Madrid
  • In den USA: Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York

Veranstalter sagen Reisen ab. Was sollten Kunden nun wissen?

Man habe beschlossen, „den größten Teil aller Reiseaktivitäten auszusetzen, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb“, teilte der Tui-Konzern in der Nacht zum Montag mit. Zuvor hatte er schon das Reiseprogramm nach Spanien bis zum 27. März abgesagt, bis dann sollen vorläufig auch die weltweiten Absagen gelten. Urlauber würden nun in die Heimat zurückgeholt. Kunden, die bereits Reisen etwa für die Sommermonate gebucht haben, müssen sich vorerst gedulden – eine kostenfreie Stornierung sei derzeit nicht möglich, sagte ein Sprecher.

 

Die FTI-Group (FTI Touristik, 5vorFlug, BigXtra und LAL Sprachreisen) teilte am Montagmittag mit, dass ab sofort alle Reisen bis Ende März abgesagt sind und sie ebenfalls Staatsgarantien beantragen wolle. „Buchungen jeder Reiseart und in allen Quellmärkten werden bis einschließlich 31. März 2020 storniert“, heißt es in der Erklärung. Studiosus und Alltours streichen ebenfalls alle Termine bis Ende März. Bei Wikinger Reisen gilt der Stopp bis Ende April 2020, derzeit sei man „damit beschäftigt, Gäste und Reiseleiter sicher nach Hause zu bringen“.

 

dpa, 18.03.2020, Foto: Fluggäste am Flughafen

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